DramatikerInnen Festival Graz: Grenzgänge / Interpretationssache16

DramatikerInnen Festival Graz: Grenzgänge / Interpretationssache16

Projektleiterin von uniT Bettina Mitter, Schauspielhaus Graz-Chefdramaturgin Karla Mäder, Künstlerische Leiterin Edith Draxl, Schauspielhaus Graz-Intendantin Iris Laufenberg, Peter Faßhuber vom Theaterland Steiermark und Dramaturgie-Assistentin Jennifer Weiss vom Schauspielhaus Graz. Foto: Lupi Spuma

Von 2.-5. Juni werden AutorInnen, internationale Gastspiele, Arbeitsateliers, performative Installationen, szenische Lesungen, Publikumsgespräche und vieles mehr in Graz stattfinden, wenn das Festival GRENZGÄNGE / INTERPRETATIONSSACHE16 an unterschiedliche Orte der Stadt lädt. Veranstaltet von SCHAUSPIELHAUS GRAZ und DRAMA FORUM von uniT mit Unterstützung des Deutschen Literaturfonds e. V. treffen sich im Rahmen der zwei Programmlinien „Grenzgänge“ (SCHAUSPIELHAUS GRAZ) und „Interpretationssache16“ (DRAMA FORUM) DramatikerInnen aus unterschiedlichen Welten in Graz, sind ein Sprachrohr für die brennenden Fragen der Gegenwart, das in vielfältigen Idiomen und Sprachen klingt. Das Publikum hat die Möglichkeit, ihnen und ihren Texten zu begegnen.

Grenzgänge

Mit dem Titel „Grenzgänge“ spannt das Schauspielhaus Graz nicht nur einen Bogen über die gesamte Spielzeit, sondern blickt neben dem großen politischen Themenfeld, das mit diesem Begriff assoziiert werden kann, auch auf die individuellen Grenzen im Zusammenleben. Gezeigt werden erfolgreiche Inszenierungen u. a. von Henriette Dushe, Ferdinand Schmalz, Kurzstücke aus dem Eröffnungsparcours und das Ergebnis eines Schreibworkshops des syrischen Dramatikers Mudar Alhaggi mit Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan und Graz. Außerdem Gastspiele wie „The Spectator Sentenced to Death“, „Killed by friendly fire“ aus Rumänien und „Coltan-Fieber“ aus dem Kongo und aus Deutschland, sowie das dokumentarische Theaterprojekt „Jeder … Niemand / Graz und die Menschenrechte“ von Clemens Bechtel, das im öffentlichen Raum und im Oberlandesgericht und Landesgericht für Zivilrechtssachen die Grenzen von Menschenrechten thematisiert. Begleitet wird das Programm von Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Gesprächen mit KünstlerInnen.

Mitter, Fasshuber, Draxl, Laufenberg Foto: Lupi Spuma
Mitter, Fasshuber, Draxl, Laufenberg
Foto: Lupi Spuma

Interpretationssache16

Zeitgenössische, dramatische Texte hörbar, sichtbar und erfahrbar machen – eine Aufgabe, der sich die Autorenförderung des DRAMA FORUM von uniT verschrieben hat. Die Themen, die im Gegenwartstheater sinnlich vermittelt werden, transportieren auch immer ein Stück Lebensrealität des Autors, der Autorin, sind ein Abbild des gesellschaftlichen Kontexts oder nach Adorno: „Kunst ist tatsächlich die Welt noch einmal, dieser so gleich wie ungleich“. Und wenn die Kunst die Welt ist, kann der Autor, die Autorin ihr Sprachrohr sein, das in vielfältigen Idiomen und Sprachen klingt. Auch in der kleinen Gruppe FORUM Text, dem Förderprogramm für szenisches Schreiben, finden sich stellvertretend für die Wirklichkeit DramatikerInnen aus verschiedenen sprachlichen und gesellschaftlichen Kontexten. Sie wandern zwischen den Klängen, zwischen dem Deutschen und einem afrikanischen Französisch, denken in Farsi oder suchen Laute im Tschechischen. Sie beschäftigen sich mit dem Urösterreichischen oder loten die Grenzen des sächsischen Dialekts aus …

festival-c-lupi-spuma-001GRENZGÄNGE / INTERPRETATIONSSACHE16        
2. – 5. Juni 2016

Eröffnung am 2. Juni / 17 Uhr, SALON, 1. RANG, Schauspielhaus Graz / Vorstellungen, Performative Installationen, Szenische Lesungen und Gastspiele von 2. bis 5. Juni

Abschlußmatinee am 5. Juni / 11 Uhr, FOYER, 3. RANG, Schauspielhaus Graz

Ort: Schauspielhaus Graz, Interpretationszentrum Leonhardstraße 71 (aufgelassene Hafnerei), Theater am Lend, Oberlandesgericht und Landesgericht für Zivilrechtssachen, an den Grazer Universitäten und im öffentlichen Raum.

TEILEN