Vortrag und Lesung von Erika Pluhar: Menschenwürde und Lebensqualität

Vortrag und Lesung von Erika Pluhar: Menschenwürde und Lebensqualität

Erika Pluhar Foto: Christina Häusler

Erika Pluhar, Schauspielerin, Sängerin und Autorin, ist auf Einladung der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik vielseitiger Gast einer Lesung und eines Vortrags mit anschließendem Gespräch.

„Wir leben derzeit nur noch leistungs- und erfolgsorientiert. Immer mehr Menschen bleiben auf der Strecke. Alles wird Wettlauf, es geht nur mehr ums Gewinnen-Müssen. Deshalb werden die Verlierer Legion. Überall steigt die Armutsgrenze. Arbeitslosigkeit wird weltweit zur Norm. Mafia, wohin das Auge reicht – auch und vor allem im legalen Bereich. Also Bedürfnisse der Ausbeuter – wobei die Ausgebeuteten meist kaum noch wissen, wie ihnen geschieht“, so Pluhar in ihrem Vortrag über Menschen mit Beeinträchtigung. „Von den Medien wurde diese Struktur einer materialistischen und leistungsorientierten Gesellschaft derart in alle Köpfe hineinmanipuliert, dass jeder, der aufgeben und zurückbleiben muss, sich nur noch schämen kann. Als Behinderter, der den rasanten Lauf zum Platz an der Sonne nicht mehr schafft, als Nicht-mehr-Mensch. Wobei jedoch die Frage offen bleibt, wer da nun in Wahrheit behindert ist.“

Ein Leben für die Kunst

Erika Pluhar ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des österreichischen Kulturlebens. Nach der Matura studierte sie am Max-Reinhardt-Seminar Schauspiel und war ab ihrem 20. Lebensjahr 40 Jahre lang ständiges Mitglied am Wiener Burgtheater. Rasch wurde sie auch durch Film und Fernsehen bekannt. Daneben überzeugte sie als Sängerin in einer beachtlichen Serie an Tonträgern. Feierte sie anfangs noch als Interpretin Erfolge, ging sie allmählich dazu über, die Texte ihrer Lieder selbst zu schreiben. Dies ging Hand in Hand mit ihrer sich immer intensiver entwickelnden belletristischen Arbeit, die zu mehreren Veröffentlichungen führte. So erhielt sie 2009 etwa den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels. Ein Meilenstein in ihrer Karriere markierte das Jahr 1999, als sie sich in der Ära Peymann selbstständig machte und damit einen neuen Status im deutschsprachigen Raum errang. Heute sind ihre eigenen Texte nahezu Voraussetzung ihrer Bühnen- und Tonträgerarbeit geworden, Inhalt und Interpretation verbinden sich auf authentische Weise. So auch an den programmatisch verschiedenen Abenden mit der Künstlerin in Graz und Schladming.

Foto: Christina Häusler

Vortrag von Erika Pluhar:
„Menschenwürde und Lebensqualität“

Mit anschließendem Gespräch.
Teilnehmer: Alfred Stingl (Grazer Bürgermeister a. D.) und Kurt Flecker (Landtagspräsident a. D.); Moderation: Eva Ponsold (Vorsitzende der Grazer SPÖ – Bildung)

Freitag, 10. März, 18 Uhr
Wist-Saal, Moserhofgasse 34, 8010 Graz
Eine Veranstaltung der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik in Kooperation mit der neu formierten Bildungsorganisation der SPÖ Graz und dem steirischen Karl Renner Institut.

 


 

„Pluhar liest Pluhar“

Für die Lesung „Pluhar liest Pluhar“ wählt Erika Pluhar aus der Fülle ihrer Bücher aus, liest Lyrik und singt auch a cappella ihre Liedtexte. Ihre Inhalte und Interpretationen verbinden sich auf authentische Weise.

Dienstag, 14. März, 20 Uhr
Klang-Film-Theater Schladming, Badergasse 211, 8970 Schladming

www.gkp.steiermark.at

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