Finale des 200-Jahr-Jubiläums: Die 15. Lange Nacht der Kunstuniversität Graz

Finale des 200-Jahr-Jubiläums: Die 15. Lange Nacht der Kunstuniversität Graz

Der Campus als Festgelände. Foto: Alexander Wenzel

Am 30. Juni 2017 feiert die Kunstuniversität Graz ihre Redoute. Als ein finaler Höhepunkt des 200-Jahr-Jubiläums wird die 15. Ausgabe dieser festlichen Langen Nacht zu einem exquisiten musikalischen Feuerwerk. Auf insgesamt acht parallel bespielten Bühnen präsentieren Studierende Musik aus allen Richtungen.

Was als lustvoll improvisiertes Sommerfest begann, ist zu einem der österreichweit schönsten festlichen Kulturtermine im Frühsommer geworden: „Die Lange Nacht der Kunstuniversität Graz präsentiert sich heuer als ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Kunstuniversität Graz, das wir unter das Motto ,200 Jahre Gegenwart der Kunst‘ gestellt haben“, so Rektorin Elisabeth Freismuth. „Nirgends ist unsere Kunst gegenwärtiger als in der Redoute, einem Fest klangerfüllter Augenblicke, leuchtender Momente der Musik.“

Gesang – von Chor bis zum Solo-Chanson – im MUMUT>H im Proberaum.
Foto: Clemens Nestroy

Zum Jubiläum ist ein überraschungsreiches Programm zu erwarten, das dem ehrgeizigen Ziel Rechnung trägt, die Redoute noch einmal mehr, noch einmal heller glänzen zu lassen. So werden etwa nicht nur Studierende zu erleben sein, sondern – als Reverenz an die Vergangenheit – auch erfolgreiche Alumni der Kunstuniversität Graz. Mit ihnen blitzen im Programm ganz besondere Augenblicke früherer „Langer Nächte“ auf.

Mit Pauken und (Barock-)Trompeten …

… wird der Campus zur Einstimmung mit festlichem Klang erfüllt und mit dem unverkennbaren New-Orleans-Jazz der Marching Band Buena Banda spannt die Redoute gleich einen klingenden Bogen über die Jahrhunderte.

„Fagöttliche“ Klänge zur 15. Redoute.
Foto: Clemens Nestroy

„Viva la musica“ …

… heißt es zur Eröffnung, Rektorin Elisabeth Freismuth und die Philharmoniker-Fanfare von Richard Strauss begrüßen. Dann tritt das KUG JazzOrchester den Wettstreit um die Gunst des tanzfreudigen Publikums an – seine Kontrahenten sind Gäste aus Prag: das Prague JJ Conservatory Jazz. After Midnight gehört der Saal Eddie Luis und den Gnadenlosen, die das Publikum mit Klängen der Goldenen 20er-Jahre beschenken.

Gesang in allen Besetzungen und Varianten …

… prägt das Programm im Proberaum des MUMUTH: A Capella, im Chor oder solo und Chanson. Dazwischen begegnen einander rhapsodisch Liszt und Gershwin, singen strahlend Posaunen, verweist die Ouvertüre zur Oper Nabucco auf vertraute Arien. Danach folgt Schlagwerk performativ – und schließlich die vieldimensionale Musikwelt des brasilianischen Jazz-Musikers Emiliano Sampaio.

Leuchtendes Herz der langen Nacht: das MUMUTH.
Foto: Clemens Nestroy

Jamsession

André Jeanquartier & Friends starten im Kleinen Saal des Palais Meran wieder unter diesem – allzu bescheidenen – Titel ihre berührende Reise in die Jugendjahre des Jazz.

Vier Hände – zwei Klaviere

Diese eindrucksvolle Kombination fällt im Florentinersaal auf. Hier sind aber auch Gitarren zu hören, Celli und Klaviertrios, Hochbegabte am Klavier und auf der Violine, Virtuoses von Béla Bartók, Greg Anderson oder Franz Liszt – und eine überraschende Begegnung zwischen Musik der Renaissance und des 20. Jahrhunderts.

Tanzbare Jazz-Standards im György-Ligeti-Saal.
Foto: Alexander Wenzel

Kammermusik!

Mit Ensembles von Hochbegabten, Studierenden und AbsolventInnen; vom Klaviertrio über das Klavierquintett, von gemischten Duos und Trios über ein Kontrabassensemble und ein Streichquartett bis hin zum Kammerorchester Capella Calliope – dies alles bietet der Bühnenraum des Theater im Palais. Und dazu stilistische Vielfalt von Vivaldi bis Piazzolla; Mozart, Schumann, Brahms, Rachmaninow, Schostakowitsch … Und nach Mitternacht heizt (besser lässt es sich nicht beschreiben!) Latin-Jazz ein.HG

 

Redoute 2017 der Kunstuniversität Graz am 30. Juni 2017, Einlass ab 19.30 Uhr

Eintritt: freiwillige Spende

ampus ampus als Infos: redoute@kug.ac.at

www.kug.ac.at

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