gamsbART präsentiert „Triology“: Frischer Wind in der Jazzbigband-Landschaft

gamsbART präsentiert „Triology“: Frischer Wind in der Jazzbigband-Landschaft

Jazz Big Band Graz Foto: Julia Wesely

Mit einer Fusion aus klassischem Jazz und elektronischen Beats zieht das 3-Tages-Festival „Triology“ die Zuhörer in seinen Bann.

Text: Julia Braunecker

Die Jazz Bigband Graz wurde 1999 in der steirischen Landeshauptstadt ins Leben gerufen. Seither setzen sich etwa zwei Drittel des Ensembles aus Absolventen und Dozenten der Kunstuniversität zusammen, wobei die Musik jedoch „keineswegs akademisch, sondern höchst lebendig“ wirkt. Als „eine Jetztzeitmusik mit starkem Blick in die Zukunft“ beschreibt der Konzertveranstalter Gerhard Kosel den Sound. Vor zehn Jahren veröffentlichte die Bigband ihre erste eigene Produktion, mit der sie sich in die führende Liga der europäischen Orchester spielte. Das dreitägige Festival „Triology“ ist eine Bestandsaufnahme ihrer Erfolgsgeschichte. „Wir leisten uns damit einmal den Luxus, unsere drei Eigenproduktionen in Form einer Trilogie auf die Clubbühne zu bringen“, so Saxofonist Heinrich von Kalnein und Trompeter Horst-Michael Schaffer, denen seit 2003 die künstlerische Leitung obliegt. „Jedes der drei Programme ist ein Schritt in Richtung Emanzipation von der klassischen Jazzmusik hin zu einer Fusion mit zeitgenössischen Techniken und Instrumenten“, fügt Kosel hinzu. Den Beginn macht die Produktion Electric ­Poetry, klassischer Jazz gepaart mit flotten ­Electrobeats. Am zweiten Abend gehen die Urban Folktales über die Bühne, bei der zahlreiche musikalische Gäste auftreten werden. Am dritten Abend präsentiert Bandleader Michael Schaffer die aktuelle Produktion True Stories, musikalisch vertonte Geschichten aus dem echten Leben. Ausklingen wird die Nacht mit einem elektrisierenden Live-Jam und einem Ausblick in die Zukunft des Big-Band-Sounds. Internationale Jazzkoryphäen werden alle drei Konzertabende mit ihren individuellen Musikstilen beeinflussen. Darunter der französische Weltmusik- und Jazz-Gitarrist vietnamesischer Herkunft Nguyên Lê, der „asiatische Klangfarben mit afrikanischen Rhythmen“ (Michael Gibbs) vermischt, oder der Ausnahmesänger Theo Blackmann, der für seine Arbeiten im Grenzbereich von Jazz und neuer elektronischer Musik sogar schon für den Grammy nominiert wurde. Den Enthusiasmus von zwanzig Individualisten zu einem musikalischen Gesamtwerk zu vereinen sei eine Herausforderung, sagt Kosel. „Aber eine Herausforderung, die großen Spaß macht.“

Endrina
Foto: Johannes Enders

Triology – präsentiert von der Jazz Bigband Graz

Electric Poetry and Lo-Fi Cookies: Donnerstag, 7. Dezember, 20 Uhr, € 25,–

Urban Folktales: Freitag, 8. Dezember, 20 Uhr: € 30,–

True Storie: Samstag, 9. Dezember: € 25,–

Zu sehen in der Generalmusikdirektion.

Dreitagespass: € 60,–
Tickets erhältlich bei Ö-Ticket/ Kleine
Ticket/Zentralkartenbüro

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