Die Erfolgsshow „Afrika! Afrika!“ kehrt zurück nach Graz

Die Erfolgsshow „Afrika! Afrika!“ kehrt zurück nach Graz

Foto:; Suzy Stéckl

Über vier Millionen Menschen haben sich von der magischen Lebensfreude der Showsensation bereits anstecken lassen. 2018 kehrt die von André Heller erschaffene „Extravaganz“ zurück auf die Bühnen.

Spektakulär, phantasievoll, traumverloren, intensiv und ein wenig exzentrisch wollen die neuen Produzenten Hellers Erbe weiterführen. Ausgewählte Höhepunkte aus zwölf Jahren Afrika! Afrika! werden in der spektakulären neuen Show ebenso in neuem Glanz erstrahlen wie die zahlreichen Neuentdeckungen aus Afrika und der sogenannten „Diaspora“ – also afrikanisch-stämmigen Künstlern aus anderen Kontinenten. Das Ensemble aus über fünfzig Tänzern, Musikern, Akrobaten und Artisten aus über zehn verschiedenen Ländern wird auf seiner internationalen Tour von 17. bis 25. März 2018 auch wieder in der Grazer Stadthalle zu sehen sein – inklusive spektakulärer Videokunst und Live-Band.

Foto: Sven-Sebastian Sajak

Zirkus in Afrika – reich an Talenten

Regie führt diesmal Georges Momboye, der bereits seit 2005 bei allen Produktionen als Tänzer, Choreograf und rechte Hand von André Heller agierte. „Die Vision meines Freundes und Mentors André fortsetzen zu dürfen, ist eine große Ehre für mich. Afrika! Afrika! ist mehr als eine außergewöhnliche Show, es ist Hoffnung, Stolz und ein wahr gewordener Traum für viele Afrikaner und eine Bereicherung für jeden Besucher“, erklärt Momboye, der festhält, dass es in Afrika viele Talente gibt – vielleicht die größte Vielfalt an Talenten weltweit. „Aber leider auch die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für eine gute Ausbildung in Tanz, Artistik oder anderen Berufen“, so Momboye weiter. Doch Tanz und Bewegung haben eine lange und bedeutende Tradition in fast allen afrikanischen Kulturen – von Stammes-­tänzen, über Initiationsriten bis hin zu Freuden- und Protesttänzen. Vielen Afrikanern und ursprünglich aus Afrika stammenden Menschen scheint ein gutes Rhythmusgefühl, eine besondere Beweglichkeit und tänzerisches Talent in die Wiege gelegt zu sein. Das mag wie ein Klischee klingen. Wer aber ein afrikanisches Dorffest oder das Finale einer Show von Afrika! Afrika! einmal selbst erlebt hat, ahnt, wovon die Rede ist.

Andre Heller und Georges Momboye
Foto: Marija Kanizaj

Artistische Elemente sind dabei einerseits fast überall Teil des Tanzes und andererseits oft ein elementarer Teil des täglichen Lebens – insbesondere von Kindern und Jugendlichen. An artistischem Talent gibt es darum in Afrika meist wenig Mangel, mangelhaft ist hingegen deren Förderung. Für viele ist der Broterwerb durch Akrobatik einer der wenigen Hoffnungsschimmer für ein besseres Leben. Die Zirkusschulen sind dabei oft nicht mehr als lockere Treffen und Zusammenkünfte, manchmal in alten Lagerhallen, manchmal einfach unter freiem Himmel. Jeder zeigt, was er kann, man schaut sich etwas von anderen ab und wenn man besonders talentiert ist, bekommt man bezahlte Auftritte. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, lebt die Zirkuskunst in Afrika hauptsächlich vom eigenen Engagement der Artisten – oftmals getrieben von der Hoffnung, mit akrobatischen Fähigkeiten schlicht den eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können. Eines haben die afrikanischen Künstler den Perfektionisten anderer Kontinente aber fast immer voraus: die Freude an dem, was sie tun.

Foto: Suzy Stoeckl

Der Kontinent des Staunens

Afrika! Afrika! zeigt nun die künstlerische Gegenwart genauso wie das traditionsreiche Erbe vom „Kontinent des Staunens“ – von Äthiopien bis zur ­Elfenbeinküste, von Marokko bis Süd-­afrika sowie deren Weiterentwicklung von ­Afro-Amerikanern und Afro-Europäern, die afrikanisches Talent und Temperament mit den kulturellen Einflüssen anderer Kontinente verbinden. Dafür wünscht auch André Heller seinem Nachfolger Momboye und „seinen Künstlern sowie den renommierten Produzenten Walter Egle und Dieter Semmelmann ähnliche Triumphe, wie sie den früheren Produktionen vergönnt waren.“ „Denn“, so fügt er hinzu, „als ich mich 2014 von allen Bühnenshows zurückzog, um mich ganz auf Gartenprojekte, Museumsentwicklungen und das Schreiben von Büchern zu konzentrieren, waren viele afrikanische Meisterartisten sehr betroffen, ihre Arbeitsmöglichkeit in der so ungewöhnlichen, jahrelang erfolgreichen Show zu verlieren. Deshalb freue ich mich, dass eine zentrale Persönlichkeit aus meinem Kreativ-Team von Afrika! Afrika!, der legendäre Choreograf Georges Momboye von der Elfenbeinküste, nun, gänzlich von mir abgekoppelt, seine eigene Version von Afrika! Afrika! ins Leben ruft.“

17.3.–25.3.2018, Stadthalle Graz

www.afrikaafrika.com

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