2017 im Kinsky: Ein ausgezeichnetes Jahr für die Kunst

2017 im Kinsky: Ein ausgezeichnetes Jahr für die Kunst

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Maria Lassnig, "Portrait des Ehepaar Resch", verkauft für € 264.600

2017 war ein erfolgreiches Jahr im Auktionshaus im Kinsky. Damit bestätigt sich das anhaltende Interesse für Kunst und das ungebrochene Potenzial ihrer Wertsteigerung.

Toppreise für Werke bei den Auktionen des vergangenen Jahres bestätigten, dass Kunst zu den beständigsten Wertanlagen zählt. Besonders die Klassische Moderne in der Zeit um 1900 gehört zu den bedeutendsten Epochen der österreichischen Kunstgeschichte, was sich bis heute im Interesse der Sammler widerspiegelt. Innovation und Provokation, malerische Perfektion und Experimentierfreude kennzeichnet die Kunst dieser Jahre, die Arbeiten von Koloman Moser, Egon Schiele oder Alfons Walde so zeitlos modern und herausfordernd macht. Ein wachsendes Interesse ist in den letzten Jahren auch für die Kunst nach 1920 zu erkennen. Spitzenreiter in Österreich ist der Kärntner Maler Werner Berg und die Grazer Malerin Norbertine Bresslern-Roth. Sammlern und Liebhabern bietet das Auktionshaus im Kinsky mit der Kompetenz von langjähriger Erfahrung, der Verantwortung für sorgfältige Recherchen und der Begeisterung für die Kunst einen verlässlichen Partner bei der Vermittlung von Kunstobjekten aller Epochen und Sparten.

Norbertine Bresslern-Roth

Ein dynamisches Paar

Auch die 120. Kunstauktion brachte wieder Rekorderlöse. Wie zu erwarten war Maria Lassnig der Star der letzten Auktion „Zeitgenössische Kunst“ im Jahr 2017. Das Bild des jungen Ehepaares Resch mit ihrem kleinen Zicklein im Arm ist fraglos ein bedeutendes Dokument für Lassnigs spezifische Art der malerischen Komposition und der abstrahierenden großen Form. Bezeichnend für ihre Stellung in der Kunstgeschichte ist das internationale Interesse und so ging das Werk ins europäische Ausland. Auch Franz West, der international schon seit Langem erfolgreich positionierte Künstler aus Österreich, bot mit der Papiermaché-Skulptur Nippes mehreren Sammlern ein begehrtes Objekt. Von 50.000 Euro kletterte es in schnellem Wechsel auf 145.000/182.700 Euro. Ein durchschlagender Beweis für die bleibende Aktualität dieses Ausnahmekünstlers.

Erwin Dominik Osen, „Halbakt“, verkauft für € 107.100

Ein Kunsthändler zum Höchstpreis

Auch die Auktion „Klassische Moderne“ brachte zahlreiche Spitzenpreise. Egon Schieles lebendige wie treffend charakterisierende Zeichnung des jungen Kunsthändlers Paul Wengraf erzielte den Höchstpreis von 250.000/315.000 Euro. Es ist das höchste je erzielte Ergebnis für eine Zeichnung eines männlichen Porträts. Auch ein faszinierender Halbakt von Erwin Dominik Osen – er studierte an der Akademie zusammen mit seinem Freund Schiele – versetzte Sammler in Begeisterung.

Egon Schiele, „Portrait des KunsthändlersPaul Wengraf“, verkauft für € 315.000

Spieglein, Spieglein an der Wand

Auch die Auktion „Jugendstil“ blieb nicht hinter den Erwartungen zurück. Einen Spitzenpreis etwa erzielte ein geschnitzter und vergoldeter Rahmen aus üppigen Palmblättern von Dagobert ­Peche, der es wie kein anderer verstand, die ornamentale Pracht des Barock in zeitgemäße Form zu verwandeln. Auch eine 1910 von Josef Hoffmann, dem Meister der eleganten Form und des Dekors, entworfene Tischlampe mit sehr reduziertem weiß-schwarzem Dekor, überbot klar den Startpreis.

Dagobert Peche, geschnitzter und vergoldeter Rahmen, verklauft für € 63.000

 

Die nächsten Auktionstage finden im April 2018 statt. Bis Ende Februar gibt es die Gelegenheit, bei der für die Steiermark zuständigen Expertin Mag. Elisabeth Skofitsch-Haas, Kostbarkeiten einzubringen.

Repräsentanz Steiermark und Kärnten: Kaiser-Josef-Platz 5, 8010 Graz

Tel. 0676 450 67 50 / skofitsch@imkinsky.com

www.imkinsky.com

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