Neue Charity Kampagne des Odilien-Instituts: „Schenken Sie uns einen Augenblick.“

Neue Charity Kampagne des Odilien-Instituts: „Schenken Sie uns einen Augenblick.“

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vlnr: Stefan Krispel (Winzer), Monika Primas (Volkskultur Steiermark), Frido Hütter (Autor), Didi Dorner (Gastronom), Direktor und GF der Odilien Rudolf Zangl, Anita Frauwallner (AllergoSan), Paul Stajan (Stajan Kunst&Mode), Andrea Huber (Klangtherapeutin, Sängerin), Kathryn List (AVL Cultural Foundation) Foto: Florian Lierzer

2018 engagieren sich wieder 13 bekannte Persönlichkeiten für die wertvolle Arbeit des Odilien-Institutes für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit. Im heurigen Jahr kommen die Testimonials aus unterschiedlichen Disziplinen.

Ein Areal von insgesamt 15.000 m² instand zu halten, ist eine große Herausforderung, zumal das Odilien-Institut denkmalgeschützt ist. Die öffentliche Hand stößt in der Finanzierung an ihre Grenzen, weshalb wichtige Projekte oft nur durch Spenden ermöglicht werden können. Die Charity Kampagne 2018 dient daher der Realisierung dieser wichtigen Leitprojekte. 2018 soll mit dem Kampagnenthema die Bewusstseinsbildung für die Arbeit des Odilien-Institutes gestärkt werden. Als Testimonials konnten hierfür heuer 13 Prominente aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens gewonnen werden. Die ausdrucksstarken Portraits der Testimonials in Verbindung mit einem einprägsamen Slogan sollen die Betrachter/innen zum Spenden eines konkreten Betrages über www.odilien.at/spenden animieren.

Rückblick zu den Leitprojekten 2017

2017 gab es drei Leitprojekte, die das Odilien-Institut teilweise durch zweckgewidmete Spenden realisieren konnten. Umgesetzt wurde das große Projekt der behindertengerechten Sanierung der Spiel- und Gartengeräte, womit ein gesunder und sicherer Spaß an der Bewegung ermöglicht wird. Weiters der Keramikbrennofen für die Kreativwerkstätte „farb.ton“ sowie die „Seh- und Orientierungshilfsmittel“, die als längerfristige Vorhaben auch 2018 weitergeführt werden.

Die Leitprojekte 2018

2018 sollen mit den gesammelten Spenden die nachfolgenden neuen Projekte realisiert werden:

Die Neugestaltung der Auslagenfenster beim Odilien-Shop, für einen ungetrübten Blick auf die umfangreichen Produkte aus den Odilien-Werkstätten.

Eine umfangreiche Optimierung des Leuchtmittelbestandes im Institut, auf die speziellen Anforderungen von sehbehinderten Menschen ausgerichtet.

Bibliotheksoftware: E-Books und elektronische Medien revolutionieren das Bibliothekswesen im Förderverein und auch die Odilien müssen mit den neuen technischen Errungenschaften Schritt halten.

Neben sehr erfolgreichen und schon bekannten Veranstaltungsformaten wie z.B.: „Dinner im Dunkeln“ im Casino Graz, der Golf-Charity am 13. Juli, sowie dem Clubabend am 7. November sind weitere Aktivitäten geplant:

Oper mit Audiodeskription „Eugen Onegin“ (04. März)

Osterbasare im Odilien-Shop (27. und 29. März)

Aufführung Theater im Bahnhof zugunsten des Odilien-Institutes (EXIT – Ich liebe meine Panik, 15. März, 20.00 Uhr, Kristallwerk in Graz)

Weihnachtsbasar im Odilien-Shop (Dezember)

Die 13 Testimonials

Didi Dorner (Gastronom)
“Ich kann mich für eine Sache erst richtig einsetzen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie Hand und Fuß hat. Und das sehe ich bei der Odilien Charity Kampagne. Der Einsatz aller Beteiligten ist phänomenal und die Tatkraft bei diesem Projekt ansteckend – deshalb bin ich mit ganzem Herzen gern dabei.”

 

Mag.a Anita Frauwallner (Institut AllergoSan) „Das Odilien-Institut ist seit fast 140 Jahren ein zentrales Kompetenzzentrum für die Beratung, Bildung und Betreuung von Menschen mit Sehbehinderungen. Diese wertvolle Arbeit unterstützt die Betroffenen und deren Angehörige am Weg in ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben. Eine Arbeit, die von der Öffentlichkeit vielleicht nicht deutlich genug gesehen wird, jedoch von unschätzbarem Wert ist. Deshalb stehe ich dem Odilien-Institut sehr gerne als Testimonial für seine Charity-Kampagne zur Verfügung, um so vielen Menschen wie möglich die Augen für die großartigen Leistungen dieser Einrichtung zu öffnen.“

 

Andrea Huber (Klangtherapeutin, Sängerin)
„Warum ich das Odilien-Institut unterstütze? Abgesehen von der Tatsache, dass ich selber nicht aus dem Haus gehen kann, ohne meine Linsen oder Brille, möchte ich hier meinen Landsmann, Ernest Hemingway zitieren: „For what are we born, if not to aid one another?“ Ich bin einfach begeistert von der Arbeit des Odilien-Institutes und bin stolz dabei zu sein!“

 

Frido Hütter (Autor, Kleine Zeitung)
„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, lässt Antoine
de Saint-Exupéry seinen kleinen Prinzen sagen. Ich musste daran denken, als ich vor 50 Jahren
etliche Nachmittage als Ehrenamtlicher im Odilien-Institut verbrachte. Meine kleinen Schützlinge
wollten mich „anschauen“; zu diesem Zweck tasteten Kinderfinger wie Federspiele mein Gesicht
ab. Danach fühlten wir uns verwandt, als wären wir einander schon vor langer Zeit begegnet. In
meinem Herzen lebt diese Verwandtschaft bis heute.“

 

Stefan Krispel (Winzer)
“Wir unterstützen das Odilien-Institut seit mehreren Jahren bei vielen Veranstaltungen, wie z.B.
der Odilien Golf Charity, mit unseren Wein- und Wollschweinprodukten. Daher habe ich mich
sehr über die Anfrage für die neue Charity Kampagne 2018 gefreut. Als Testimonial kann man
so auf einfache Weise Gutes tun und mit meinem Einsatz möchte ich mehr Aufmerksamkeit für
das Odilien-Institut schaffen.”

 

Kathryn List (AVL Cultural Foundation)
„Ich bin sehr dankbar, dass das Odilien Institut unsere Gesellschaft unterstützt: Betreuung, Bildung, Beratung, Interdisziplinäre Fachkräfte, unterstützende Technologien. Take a look …“

 

Mag. Dr. Martin Neubauer (Wifi Steiermark Institutsleitung)
„Das Odilien-Institut ist eine coole Einrichtung, die nicht nach Mitleid sucht, sondern Inklusion
mit Respekt lebt. Deswegen freue ich mich, bei dieser Kampagne dabei sein zu dürfen.“

 

Matthias Ohner (Schauspieler, DJ)
„Das Odilien-Institut begegnet Menschen auf Augenhöhe. Das ist für mich ein entscheidender Grund hierfür Testimonial zu sein, denn wenn sich zwei auf Augenhöhe begegnen, heißt das für
mich, dass sie Achtung voreinander haben. Aber nicht Achtung vor dem Geld, das jemand
schon verdient hat oder der Stellung in der Gesellschaft oder dem Schicksal, das jemand schon
durchlitten hat oder was sonst schon alles geleistet wurde – sondern einfach nur Achtung vor
dem Menschen der einem gegenüber steht.“

 

Mag. Michael Ostrowski („Entertainer“)
“Inklusion und Unterstützung, Hilfe zur Selbsthilfe, dazu noch gute Bürsten – was will man mehr!”

 

Dr.in Monika Primas (Volkskultur Steiermark GmbH)
„Ich helfe, weil wir in unserer Gesellschaft glauben nur mit den Augen zu sehen, anstatt dies viel öfter mit dem Herzen zu tun.“

 

Mag. Bernhard Rinner (Geschäftsführer Theaterholding Graz Steiermark GmbH)
Im Laufe der Jahre lernt man, wie kostbar Augenblicke sein können. Gerade das aktive Erleben
in den Häusern der Bühnen Graz gibt Gelegenheit, die Schönheit eines einzigen Moments
intensiv zu spüren. Dabei geht es aber nicht ausschließlich um das „Zusehen“ oder „Zuhören“;
es ist vielmehr die Poesie des Augenblicks, die Herz und Geist erhebt. Das Odilien-Institut
schlägt eine auf allen Ebenen sichtbare Brücke zwischen blinden und sehenden Menschen,
losgelöst von körperlichen Dispositionen, und verdeutlicht ganz im Sinne des poetischen
Augenblicks: Das Sehvermögen eines Menschen ist nicht allein von der Gesundheit seiner oder
ihrer Augen abhängig. Wie schon Antoine de Saint-Exupéry in seinem Le Petit Prince schrieb:
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge [oftmals] unsichtbar.“ So
ist es mir eine Ehre im Namen der Bühnen Graz einen Beitrag zur wertvollen Arbeit des Odilien-
Institutes leisten zu dürfen und einen Augenblick der Herzensbildung zu schenken.

 

Paul Stajan (Stajan Kunst & Mode)
„Als Fotograf habe ich vor Jahren das Odilien-Institut vom Kindergarten bis zum Altersheim
fotografiert; als Modehersteller arbeite ich jetzt eng mit der Weberei der Fachschule zusammen.
Diese Kontakte sind für mich sehr schöne zwischenmenschliche Erlebnisse. Aus diesem Grund
gebe ich den Menschen dort gerne etwas zurück.“

 

ÖkR Ing. Wilfried Thoma (Präsident der Raiffeisen-Landesbank Steiermark) „Pass´ auf deine Augen auf!“ „Seit meiner Kindheit wies mich mein Vater eindringlich und immer wieder auf die Bedeutung gesunder Augen hin. „Pass´auf deine Augen auf“, sagte er stets, was ja verständlich war. Denn bereits in jungen Jahren hatte er im Krieg ein Auge verloren. Für ihn bedeutete das nicht nur eine körperliche Beeinträchtigung, er musste in weiterer Folge auch sein berufliches Lebensziel – technischer Konstrukteur – aufgeben. Das unzureichende räumliche Sehvermögen machte es unmöglich, Pläne, Modelle und Ausführungen in der nötigen Tiefe zu sehen. Diese Einschränkung hat in seinem Fall wohl auch zum Autounfall geführt, den er nicht überlebte. Solange die Sehkraft groß ist, nehmen wir das Sehen als eine Selbstverständlichkeit wahr. So war es damals natürlich auch bei mir. Ich darf mich glücklich schätzen, auch heute noch – teils mit Brille – sehr gut zu sehen. Dennoch verstehe ich jetzt besser, was mein Vater mit seinem ernsten Hinweis „Pass´auf die Augen auf!“ wirklich gemeint hat: Wer sich seine Sinne bewahrt, bewahrt sich auch seine Chancen im Leben. Trotzdem bin ich zutiefst davon überzeugt, dass es auch bei beeinträchtigtem oder gänzlich fehlendem Sehvermögen viele Chancen im Leben gibt. Das Odilien-Institut hat sich ganz diesem Ziel verschrieben. Durch umfangreiche Beratung, Bildung und Betreuung gelingt es, dass Menschen mit Sehbehinderung sowie deren Angehörige ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen. Dieses Prinzip heißt „Hilfe zur Selbsthilfe“ und schlägt eine Brücke zu Raiffeisen – denn es eines der wichtigsten Gründungsprinzipien von Raiffeisen.“

 

Schenken Sie uns einen Augenblick

Dir. Mag. Rudolf Zangl, Geschäftsführer Odilien-Institut & Obmann Förderverein Odilien-Institut: „In unserer so kurzlebigen Zeit wird schon ein Moment der Aufmerksamkeit zu einem kostbaren Gut. „Schenken Sie uns einen Augenblick“ soll Menschen daher einladen, kurz innezuhalten und daran zu denken, was Menschlichkeit für jeden von uns bedeuten kann. Aufmerksamkeit zu erzeugen ist wichtig, es braucht aber auch unseren konkreten Beitrag zu einer lebenswerten, inklusiven Gesellschaft. Dazu sind wir letztlich alle aufgerufen, ob als einzelne Person oder als Organisation wie das Odilien-Institut. Steirische Persönlichkeiten zeigen auch in diesem Jahr Menschlichkeit und unterstützen unsere Arbeit. Auf diese Weise soll für die Lebenswelten und Teilhabe von Menschen mit Sehbehinderung, Blindheit und weiteren Behinderungen in unserer Gesellschaft sensibilisiert werden.“

www.odilien.at

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