KUG: Das kunstvolle Highlight der Langen Nacht der Forschung

KUG: Das kunstvolle Highlight der Langen Nacht der Forschung

Am End- oder Nullpunkt? Spielarten des Regietheaters heute. Foto: Johannes Gellner

„Forschung live“ lautet der Claim der Langen Nacht der Forschung, die heuer am 13. April dazu einlädt, österreichweit und bei freiem Eintritt in die Welt der Wissenschaft einzutauchen. Das Programm der Kunstuniversität Graz bietet spannende und erlebnisreiche Einblicke in die Forschung mit und über Kunst.

An zwei Standorten präsentiert sich die Kunstuniversität Graz dieses Jahr bei der Langen Nacht der Forschung am 13. April: Im Theater im Palais (Leonhardstraße 19) werden auf der Bühne Lectures und Präsentationen geboten, im Proberaum gibt es die Möglichkeit, sich im Drum Circle oder bei angewandter Tango-Forschung aktiv zu beteiligen. Klang- und Akustikforschung sind das zentrale Thema im CUBE des IEM ­(Inffeldgasse 10).

Community Music: Wie funktioniert ein Musizieren für alle?

Meet4Music ist ein Community Music Projekt an der Kunstuniversität Graz. Wöchentlich werden offene Workshops zu Chor, Theater, Drum Circles und Gamelan angeboten. Das Prinzip: Jeder kann teilnehmen – kostenlos und ohne Anmeldung.

Theater im Palais, Bühne, 17–17.30 Uhr

Geschichte ohne Brüche? 1938 und 200 Jahre Kunstuniversität Graz

Das Jahr 1938 ging auch an der heutigen Kunstuniversität Graz nicht spurlos vorüber. Anhand dreier Lebensläufe soll das Beziehungsgeflecht zwischen Verfolgten und Verfolgern skizziert, Widersprüche in Haltungen und Handlungen aufgedeckt und folgenreiche Auswirkungen auf die Musikerziehung in der Steiermark und Islands aufgezeigt werden.

Theater im Palais, Bühne, 17.35–18.05 Uhr

Geschichte ohne Brüche? Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit.

Analyse, Performance, Wahrnehmung …

Erste Resultate des Forschungsprojekts PETAL (Performing, Experiencing and Theorizing Augmented Listening), das sich mit Formen der Interaktion zwischen Analyse und Aufführung auseinandersetzt, werden präsentiert. Neben dem Multi­media-Vortrag gibt es eine Live-Aufführung von Arnold Schönberg.

Theater im Palais, Bühne, 18.10–18.40 Uhr

Am End- oder Nullpunkt? Spielarten des Regietheaters heute

Markieren Spielarten des Regietheaters, das eine junge, aber bereits komplexe Geschichte aufweist, heute eher einen ­(ästhetischen) End- oder Nullpunkt?

Theater im Palais, Bühne, 18.45–19.15 Uhr

Meet the Researcher

Nachwuchswissenschafter unterschiedlicher Fachrichtungen laden dazu ein, ihre aktuellen Forschungsprojekte kennenzulernen und zu diskutieren.

Theater im Palais, Foyer, 19.30–20.30 Uhr

Wie nimmt man ein Lied in einer Fremdsprache ästhetisch wahr?

Oft haben wir Gelegenheit, Lieder in Fremdsprachen zu hören. Die ästhetische Wahrnehmung davon ist sehr individuell. Unsere eigene sprachliche Identität, unsere persönliche Erfahrung mit einem spezifischen Repertoire, einem Dichter, Komponisten und Lied sowie einer gewohnten Tonaufnahme spielen dabei eine Rolle.

Theater im Palais, Bühne, 20.30–21 Uhr

Wie nimmt man ein Lied in einer Fremdsprache ästhetisch wahr?
Foto: Clemens Nestroy

Wie erforscht man den Remix?

Elektronische Tanzmusik bewegt Tag für Tag Körper und Kapital auf der ganzen Welt. Dennoch weiß die Musikwissenschaft nur wenig darüber. Unsere Forschung nimmt als Kernphänomen dieser Musik den Remix in den Blick und fragt nach dessen musikalischen Parametern, den Stationen seiner Entstehung und nach seiner Bedeutung für ein Verständnis von kreativer Arbeit in der Gegenwart.

Theater im Palais, Bühne, 21.05–21.35 Uhr

Gender-Laufsteg – wie sicher sind Sie sich Ihres Geschlechts?

Der Gender-Laufsteg will dem Publikum das viel diskutierte Konzept der sozio-kulturellen Geschlechtsidentität lustvoll-spielerisch als Resultat performativer Praktiken erfahrbar machen. Schauspielstudierende präsentieren in diesem Rahmen ein „doing gender“ der anderen Art.

Theater im Palais, Bühne, 21.45–22.15 Uhr

Wie soll man denn dazu Tango tanzen!?

Viele Menschen haben eine Vorstellung davon, wie Tango-Musik klingt und Tango-Tanz aussieht. Dennoch sind die Unterschiede in der Tango-Musik riesig, und nicht jede Tango-Musik ist auch Tango-tanzbar! Andererseits kann Tango auch zu Musik getanzt werden, die keine Tango-Musik ist. Was also macht Tango zu Tango? Und wer bestimmt das? Lecture mit Tanzangebot.

Theater im Palais, Proberaum, 22.15–23 Uhr

Können Trommeln wirklich sprechen?

In einem Drum Circle gibt es kein Publikum, sondern nur aktive Mitspieler, unabhängig vom Alter, der kulturellen oder sozialen Herkunft. Jeder ist eingeladen, auf direktem Weg die Welt der Musik und des Rhythmus zu entdecken.

Theater im Palais, Proberaum, 17.30–18 Uhr und 20–20.30 Uhr

Drum Circle
Foto: Studio Percussion

Wie viel Taktgefühl hat ein Computer?

Mit einem „Looper“ können sich Gitarristen selbst begleiten. Dabei wird eine eingespielte Phrase ständig wiederholt. Beendet man die Aufnahme nicht mit dem richtigen Timing, kommt es zu störenden Sprüngen. Der „Listening Accompanist“ schafft Abhilfe: Er hört zu und passt die Aufnahmezeitpunkte an.

Theater im Palais, Proberaum, 18.30–19.30 und 21–21.45 Uhr

Was sagt uns unsere Umgebung: wie verändert Klang Alltagsgegenstände und den Raum?

Bei Sonic Interaction Design geht es um die vermittelnde Rolle von Klang – egal ob in einfachen Systemen, wie der optimalen Fahrradklingel, oder komplexen, wie Elektroautos. Der Eindruck eines Objektes ändert sich, wenn sein Klang verändert wird. Ein Raum wirkt größer mit verlängertem Nachhall. Ein Holztisch, der nach Metall klingt, überrascht uns.

CUBE im IEM

Wie gut können wir uns o(h)rientieren?

Vier virtuelle Räume – vier durchschreitbare Klangwelten. In jeder dieser Welten gilt es, sich nur mithilfe der eigenen Ohren zu orientieren. Dazu die Aufgabe, versteckte virtuelle Klangobjekte zu finden. Bei dieser interaktiven und virtuellen Klang-/Rauminstallation geht es darum, seine Umgebung ausschließlich akustisch wahrzunehmen.

CUBE im IEM

Wie entstehen aus Schallstrahlen bewegte Klangskulpturen im Raum?

Der IKO als futuristisches Musikinstrument ist fast kugelförmig, durchmisst 60 cm und auf seiner Oberfläche sitzen 20 Lautsprecher. Die Wiedergabemaschine IKO kann lenkbare Schallbündel in den Raum werfen. Auf diese Weise verleiht der IKO Klängen eine deutlich hörbare skulpturale Gestalt, obwohl Schall natürlich unsichtbar ist.

CUBE im IEM

Immersive Audio via Kopfhörer: Wie tragen Kleinstlautsprecher zu einem großen 3D-Klang bei?

Die realistische Wiedergabe von 3D Audio über Kopfhörer erfordert eine spezielle Signalaufbereitung. Ziel ist die Erzeugung von Signalen am Trommelfell, die der realen Situation entsprechen. Mit zusätzlichen Kleinstlautsprecher im Kopfhörer erfolgt die richtungsabhängige Beschallung der Ohrmuschel.

CUBE im IEM

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