Filmtipp für den guten Zweck: Robin – Watch for Wishes

Filmtipp für den guten Zweck: Robin – Watch for Wishes

Filmstill: Robin und John in Südafrika.

So einfach war Gutes tun noch nie, denn “Robin” ist nicht nur ein außergewöhnlicher und zutiefst berührender englischsprachiger Film, sondern gleichzeitig das Herzstück der Spendenkampagne „Watch for Wishes“. Hierbei werden für jeden YouTube-Click automatisch 10 Cent von den Sponsoren an Kinder in Not gespendet.

Text: Vanessa Roi

Dein Herzschlag ist ein Countdown – aus unendlich vielen Chancen

Robin, ein Krebspatient, ist erst 12 Jahre alt als er und seine Eltern Miriam und John die Diagnose gestellt bekommen, dass es keine Heilung für ihn geben wird. Dabei hat der Junge noch so viele Wünsche, die er auf einer geheimen Bucketliste festhält. Darauf stehen Wünsche wie etwa einen Löwen in freier Wildbahn zu sehen oder einmal Robin Hood zu sein. Als John, ein berühmter Poetry-Slammer, der die Geschichte – buchstäblich – während seiner Auftritte erzählt, diese Liste zufällig entdeckt, beschließt er kurzerhand mit seinem Sohn aus dem Krankenhaus zu schleichen und ihn auf ein Vater-Sohn-Abenteuer der besonderen Art mitzunehmen. Während die beiden in Südafrika versuchen, diese Wünsche zu erfüllen, wird zu Hause bereits wegen des Verdachts auf Kindesentführung nach John gefahndet, denn die Mutter versucht verzweifelt, ihren Sohn wiederzufinden. Als Anhaltspunkte über seinen Verbleib, findet sie mit dem Kommissar in den Texten und Gedichten ihres Mannes Hinweise wie Puzzleteile versteckt, die einem Reisetagebuch gleichen. Krebskranker Junge mit Bucketliste – klingt nach einer ausgedienten Geschichte? Das ist bei „Robin“ überhaupt nicht der Fall, denn die Storyline steckt voller Spannungsmomente und besitzt ein unerwartetes Ende, das zu Tränen rührt.

Filmstill: Robin mit seinen Eltern John und Miriam (Leni Speidel) im Krankenhaus.

Watch for Wishes – ein bisher einzigartiges Projekt

„Robin“ ist als weltweit erster viraler, sozialer Spielfilm das Zentrum der Kampagne „Watch for Wishes“, bei der von den Sponsoren des Projekts pro View auf YouTube 10 Cent an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Das ermöglicht es dem Zuschauer, das Drama kostenlos zu streamen und gleichzeitig eine Spende für einen guten Zweck zu initiieren. Die Erlöse sollen dabei helfen, lebensbedrohlich kranken Kindern oder Kinder in Armut ihre Lebenswünsche zu erfüllen, deshalb die Zusammenarbeit mit der DKMS im Kampf gegen Blutkrebs, mit dem SOS Kinderdorf und der Ronald McDonald’s Kinderhilfe. Vielleicht klingen 10 Cent nach nicht viel, doch je mehr Menschen teilnehmen, desto größer summiert sich der Spendenbetrag. Damit aber nicht der Großteil der Gelder in die Produktionskosten fließen, mussten diese minimiert werden, was wiederum ohne die Unterstützung zahlreicher Partnerfirmen in Form von Sponsoring oder Sachleistungen nicht umsetzbar gewesen wäre. Um diesen sozialen Nachhaltigkeitsgedanken bis zuletzt zu verwirklichen verzichteten Crew und Cast sogar komplett auf eine Gage – eine beachtliche Sparsamkeit, die man dem Resultat nicht anmerkt.

Filmstill: Robin (Aiden Flowers) und John (Jeff Burrell) in Südafrika.

Großes Kino

Das Drama „Robin“ steht mit seinen atemberaubenden Kameraeinstellungen, den faszinierenden Schauplätzen, den fesselnden Dialogen und lyrischen Elementen, einer Prise Action, sowie der erstklassigen Besetzung trotz – oder gerade wegen – des deutlich geringeren Budgets einer teuren Hollywood-Produktion in Nichts nach. Mit Aiden Flowers, der schon mit Stars wie Brad Pitt oder Christian Bale vor der Kamera stand, als Robin, Jeff Burrell und Leni Speidel als dessen Eltern, sowie Clayton Nemrow als Kommissar Rosenbaum konnten international namhafte Profischauspieler für dieses beeindruckende Projekt gewonnen werden. Insgesamt beweist „Robin“ große Tiefgründigkeit, denn er thematisiert im Grunde die universelle Frage, wie die Lebenszeit optimal genutzt werden kann; das Abwägen zwischen überleben und wirklich leben. Abgesehen davon, dass er dabei äußerst inspirierend ist, bestärkt er darin, immer einen Traum zu haben und zeigt, wie einfach es ist, zu helfen.

Die Film Crew am Kap der Guten Hoffnung.

Die unglaubliche junge Crew dahinter

Die beeindruckende Vision zu diesem auf wahren Begebenheiten und persönlichen Erfahrungen basierenden Projekt stammt von den Brüdern Tobias und Kevin Schmutzler aus Ingolstadt in Deutschland. Sie wollen nicht nur simple Unterhaltung machen, sondern das Element der sozialen Verantwortung in ihre große Leidenschaft, das Filmemachen, integrieren. Deshalb gründeten sie für den Film kurzerhand eine eigene Produktionsfirma, in der sie für Drehbuch, Regie und Schnitt selbst verantwortlich waren. Die gesamte Filmcrew hat trotz des Durchschnittsalters von gerade mal 25 Jahren sämtliche Hürden und Stolpersteine bravourös überwunden, die ein möglichst kostengünstiger Filmdreh auf zwei Kontinenten, von denen einer Afrika ist, mit sich bringt. So entstand über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren dieses faszinierende Filmprojekt, das bewegte Bilder nutzt, um etwas in der Welt zu bewegen.

Behind the Scenes.

The Final Countdown

Da die Spendenaktion nur noch bis 19.Mai läuft, sollte man sich ein Beispiel an Robins Vater John nehmen, der im Film gezwungen war, seinen Worten als Poetry-Slammer auch Taten folgen zu lassen. Deshalb diese gemütliche Chance, um vom Wohnzimmer aus, Gutes zu tun, ergreifen und den bezaubernden Film anschauen und Teil der Aktion „Watch for Wishes“ werden!

Film und weitere Infos: weitere Infos:   https://www.watchforwishes.com/

(Untertitel auf Englisch oder Deutsch möglich)

Poster: Robin – watch for wishes.
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