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Galerie Reinisch zeigt Rainer-Retrospektive

Arnulf Rainer, Roter Bus, 1972

Mit Unikaten und Grafiken gibt die Galerie Reinisch Einblicke in fünf Jahrzehnte Kunstschaffen von Arnulf Rainer.

Arnulf Rainer zählt zu den großen Meistern der Kunst in Österreich. Sein mittlerweile mehr als sechs Jahrzehnte überspannendes Schaffen zählt zu den Fixpunkten der europäischen Kunstgeschichte. Er gilt als Begründer des Informel in Österreich und erlangte bereits früh mit seinen Übermalungen internationale Beachtung. Die aggressive Überarbeitung von Fotografien seines eigenen Körpers führte ihn auf der Suche nach neuen bzw. archaischen Möglichkeiten der Körpersprache auf den Weg, den Katalog der menschlichen Emotionen zu erweitern. Ein dringendes Verlangen, das auch vielen folgenden Werkgruppen zugrunde lag. Arnulf Rainer schuf während seiner lang andauernden Schaffensphase nicht nur unzählige Unikate, sondern schon seit den späten 50er Jahren kontinuierlich Grafikeditionen. Die Technik der Radierung war seinem Schöpfungsverständnis sehr nahe, da er durch den exzessiven Einsatz der Kaltnadel auf Kupferplatten expressiv, destruktiv, aber auch gestalterisch seinem künstlerischen Konzept folgen konnte. Oft sind es bestehende Bilder, die Rainer überarbeitet und damit akzentuiert, korrigiert und auf diese Weise zu neuen Bedeutungsebenen führt.

Arnulf Rainer, o.T., um 1990

„Das Werk Arnulf Rainers steht innerhalb der Entwicklung der Kunst dieses Landes monumental da. Vom Surrealismus ausgehend über das Informel der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zu performativen, den Körper ins Zentrum setzenden Auseinandersetzungen reichte sein vielfältiges künstlerisches Interesse. Wie kaum ein anderes verbindet sein Werk die wesentlichsten Strömungen der Nachkriegsavantgarde an der Schwelle zwischen Bild und Ausstieg aus dem Bild“, so Kuratorin Manuela Schlossinger. Eröffnet wird die Ausstellung am 14. März.

Arnulf Rainer, o.T. (Face Farce), um 1970

Arnulf Rainer
Zu sehen bis 3. Mai
Galerie Reinisch
Hauptplatz 6, 8010 Graz